Compression Moulding (CM)-Verfahren

Vorteile, Materialien & Anwendungen

Inhalt

CM (Compression Mould) – Pressformen für die Gummiindustrie

Das Compression Moulding (CM), auch bekannt als Formpressen, ist eines der ältesten und bewährtesten Verfahren zur Herstellung von Gummiformteilen.
CM ist ein etabliertes Fertigungsverfahren in der Gummi-, Dichtungs- und Elastomerindustrie und ermöglicht eine wirtschaftliche und kostengünstige Produktion sowohl für Kleinserien als auch für Großserien.

Wie funktioniert das Compression Moulding?

Das Pressformverfahren basiert auf einem einfachen, aber effektiven Prinzip:

  1. Rohmaterial (unvulkanisierte Gummimischung) wird als Rohling oder vorgeformtes Stück in eine beheizte Form eingelegt.
  2. Durch das Schließen der Form wird das Material nur durch den Schließdruck in die einzelnen Nester (Kavitäten) gepresst.
  3. Die Form selbst wird dann durch Heizplatten erhitzt wodurch die eigentliche Vulkanisation ausgelöst wird und das Material seine endgültige Form und mechanischen Eigenschaften erhält.
  4. Nach einer bestimmten Vulkanisations- und Vernetzungszeit wird das fertige Formteil entnommen und je nach Ausführung noch nachträglich entgratet.

Vorteile des Compression Moulding Verfahrens

  • Geeignet für hohe Materialstärken und dickwandige Bauteile
  • Geringe Werkzeugkosten im Vergleich zum Spritzgussverfahren
  • Präzise Fertigung mit hoher Maßhaltigkeit und geringer Formschrumpfung
  • Möglichkeit der Verarbeitung von hochgefüllten Werkstoffen und verstärkten Elastomeren
  • Optimal für Kleinserien und mittlere Stückzahlen

Welche Gummimaterialien sind für das CM-Verfahren geeignet?

  • EPDM: Beständig gegen Witterung, Ozon und viele Chemikalien – ideal für den Außenbereich.
  • NBR (Nitrilkautschuk): Hohe Öl- und Kraftstoffbeständigkeit – ideal für technische Dichtungen.
  • FKM (Fluorkautschuk): Hervorragende Beständigkeit gegen hohe Temperaturen und aggressive Chemikalien.
  • NR (Naturkautschuk): Exzellente mechanische Eigenschaften, hohe Elastizität.
  • VMQ (Silikon): Temperaturbeständig bis über 200°C, lebensmittelkonform.

Anwendungsbereiche von Pressformteilen

  • Automobilindustrie: Gummidichtungen, Schwingungsdämpfer, Lagerschalen
  • Elektrotechnik: Isoliergehäuse, Dichtungselemente für Steckverbindungen
  • Maschinenbau: Gummiführungen, Gehäusedichtungen, Vibrationsschutz
  • Medizintechnik: Silikonformteile für sterile Anwendungen
  • Öl- und Gasindustrie: Hochbeständige Dichtungen für aggressive Medien

Compression Moulding vs. Spritzguss – Was ist besser?

MerkmalCompression MouldingSpritzguss
WerkzeugkostenNiedrigHoch
SeriengrößeKlein- bis MittelserienGroßserien
MaterialvielfaltHochBegrenzt
FertigungszeitLängerKürzer
WirtschaftlichkeitGut für SpezialanfertigungenBesser für Massenproduktion

Fazit: Wann ist CM-Pressformen die richtige Wahl?

Das Compression Moulding ist ein kosteneffizientes und flexibles Verfahren für Gummiformteile, das besonders bei kleinen bis mittleren Stückzahlen wirtschaftlich ist.


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